SKYHILL – Roguelike Survival in einem Hotel voller Mutanten

Schaffst du es ins Erdgeschoss zu kommen?

SKYHILL ist ein apokalytisches Roguelike Survival Game vom russischen Studio Mandragora, die unter anderem auch das hektische Action Roguelike Freaky Awesome entwickelt haben. SKYHILL ist bereits im Jahr 2015 unter Beteiligung von Publisher Daedalic auf Steam erschienen und im Gegensatz zum schnellen Freaky Awesome ein ruhiges Point & Click Spiel.

Worum geht es in SKYHILL?

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Perry Jason, der den 3. Weltkrieg und die damit verbundenen Bombenabwürfe in seinem Penthouse im Skyhill-Hotel überdauert hat. Es kommt wie es kommen musste, irgendwann sind die Vorräte im Penthouse aufgebraucht und Perry muss seine Zuflucht verlassen. Leider haben sich die anderen Hotelgäste durch den Abwurf einer Biowaffe in Mutanten verwandelt, die Perry in jeder Ecke des Hotels auflauern können. Es gilt also aus dem Hotel zu entkommen und den gefährlichen Weg vom Penthouse auf der 100. Etage in die Lobby im Erdgeschoss anzutreten.

Kannst Du es schaffen von deinem Penthouse im 100. Stockwerk des Skyhill-Hotels bis ins Erdgeschoss zu kommen?

Jede der Etagen auf dem Weg nach unten besteht aus 3 Räumen. In der Mitte befindet sich immer das Treppenhaus mitsamt einem Fahrstuhl, den man im Spielverlauf für die Schnellreise freischalten kann. Manchmal finden sich dort auch Automaten, aus denen man sich etwas nützliches ziehen kann. Links und rechts des Treppenhauses befinden sich Zimmer, die man nach Nahrungsmitteln, Medizin, Waffen und anderen nützlichen Gegenständen durchsuchen kann.

Bei jedem Zug verliert Perry Nahrungspunkte, so dass man immer genau abschätzen muss ob sich die Plünderung eines Raumes lohnt oder man vielleicht vorerst lieber wieder ins Penthouse zurückkehrt. Dort kann sich Perry ausruhen und schlafen oder mit den geplünderten Gegenständen aus dem Hotel etwas essbares zubereiten und Waffen craften. Sind die Nahrungspunkte unterwegs trotzdem irgendwann aufgebraucht, schwindet auch die Gesundheit ziemlich schnell.

Über den Rucksack erreicht man das Inventar, wo sich unter anderem alle Dinge wiederfinden, die man auf dem Weg Richtung Erdgeschoss eingesammelt hat.

Apropos Gesundheit, in den Zimmern und Treppenhäusern sind natürlich auch immer wieder verschiedene Mutanten anzutreffen, die nur darauf warten einem im Kampf die Lebenspunkte abzuziehen. Die rundenbasierten Kämpfe mit den Mutanten kann man entweder mit Standardattacken bestreiten oder mit einem detaillierten Treffersystem, das anzeigt wie hoch die Trefferchance auf Kopf, Arme oder Körper in diesem Zug ist.

Durch gewonnene Kämpfe bekommt man Skillpoints für Perry, die sich in Stärke, Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Treffsicherheit investieren lassen. Außerdem schaltet man mit jedem Durchlauf neue aktive und passive Vorteile frei, beispielsweise ein zusätzliches First Aid Kit im Inventar. 2 dieser Perks lassen sich vor Beginn eines neuen Durchlaufs beliebig kombinieren. Und auf ein paar Durchläufe muss man sich als Spieler auf jeden Fall einstellen wenn man über die zufallsgenerierte Map in die Nähe des Ergeschosses kommen möchte! Stirbt Perry, geht das Spiel von vorne los.

“Try again” mit hohem Sucht- und Frustpotenzial

Schon seit Release des Games gehen die Meinungen über Skyhill deutlich auseinander. Für die einen ist es vor allem ein Spiel mit hohem Frustpotenzial, für die anderen eine kleine Perle im Bereich der Roguelike Games, mit ebenso hohem Suchtpotenzial. In meinen Augen ist beides richtig.

Roguelikes mit Permadeath sollen natürlich auch mal für Frust sorgen. Doch bei Skyhill ist es etwas anders. Oft fühlt sich das Spiel nicht richtig ausbalanciert an, trotz hoher Chance den Gegner zu treffen und hochgeskillter Treffsicherheit ballert man dann Schlag um Schlag um Schlag daneben, während jeder Angriff der Mutanten natürlich perfekt sitzt und dem armen Perry richtig weh tut. Bleibt dann obendrein auch noch die dringend benötigte medizinische Versorgung oder das Essen aus, kann es schnell passieren, dass der Frust hart an einem nagt und man sich vorkommt, als würde einen das Spiel von vorn herein chancenlos und absichtlich in den Tod laufen lassen.

Du bist gestorben! Ein Anblick an den man sich bei SKYHILL gewöhnen muss. Immerhin wurden für den nächsten Durchlauf nützliche neue Perks freigeschaltet.

Wer sich davon nicht frustrieren lässt und solchen Ärger gut abhaken kann, findet vermutlich schnell Freude daran es wieder und wieder zu probieren und beim Versuch den Ausgang zu erreichen neue Perks und neue Taktiken einzusetzen. Auch Achievement Jäger, die scharf auf alle Errungenschaften sind, werden um mehrfache Runs durch das Skyhill-Hotel nicht herumkommen. Das Spiel ist mit deutschsprachiger Oberfläche und Untertiteln verfügbar. Auf der Steampage kann man sich außerdem eine kostenlose Demo herunterladen um vor dem Kauf einen Eindruck von SKYHILL zu bekommen. Am 26. Februar 2019 erscheint SKYHILL auch für die Nintendo Switch.

Fazit: SKYHILL bleibt für mich trotz einigen frustrierenden Momenten eine Indie-Perle, die für viele Stunden sehr unterhaltsam war und guten Gewissens in jeder Spielesammlung stehen darf!

Mehr zum Spiel: Homepage | SKYHILL auf Steam 

 

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Autor: Piet 119 Beiträge
Liebt Indiegames ★ Spielt selten ein Spiel bis zum Ende durch ★ Kaffee- und Musikjunkie ★ Bart- und Basecap-Träger ★ Macht Sachen im Internet ★ Baujahr 83