Unworthy – Düsteres Metroidvania im Dark Souls Stil

Besiege abscheuliche Kreaturen, die das Land heimsuchen!

Unworthy ist das zweite Spiel des in Kanada ansässigen Indie-Entwicklers Aleksandar Kuzmanovic, der 2017 mit Gunlock bereits einen schnellen 2D Arcade Platformer auf Steam veröffentlicht hat. Unworthy, das seit 2016 in Entwicklung war, ist am 29. Mai 2018 auf Steam erschienen und fällt ebenfalls in die Kategorie der 2D Action Spiele. Jedoch hat der Entwickler hier erfolgreich eine Brücke zwischen klassischem Metroidvania und dem Genre der Souls-like-Games, also Spielen die deutliche Einflüsse aus der erfolgreichen Dark Souls Reihe ziehen, geschlagen.

Besuch beim Schmied: Silhouettenhaften Charaktere, die düstere Farbpalatte und großartige Sounds sorgen bei Unworthy für die richtige Atmosphäre!

Keine Freudensprünge nach der Auferstehung!

Nach einem kurzen Tutorial in der Unterwelt, in dem man schnell feststellt, dass man in Unworthy nicht springen kann, findet man sich auch schon, scheinbar als Krieger von den Toten auferstanden, auf einem Friedhof wieder. Dort beginnt seine Reise durch die labyrinthartige Welt eines zerstörten Königreichs, das voll von verdorbenen Bewohnern ist, die man töten muss, um ihre Sünde einzusammeln, ähnlich wie die Seelen in Dark Souls. Das fehlende Sprungfeature ist natürlich beabsichtigt und wird vom Entwickler durch geschickten Einsatz von Leitern, Aufzügen und durchs Abrollen erreichbaren Plattformen ausgeglichen.

Hellebarde gegen Hammer – Die Bosskämpfe in Unworthy sind ziemlich knackig und die Bosse sind, wie in den Souls Spielen, mit Phasen versehen. Sei bereit zu sterben!

Man findet auf seinem Weg durch die weitläufige aber vollständig verknüpfte Map von Unworthy zahlreiche neue Waffen und Items. Hat man ein bisschen was von der Karte aufgedeckt, kann man auch per Schnellreise zwischen verschiedenen Punkten hin- und herreisen. Brennende Öfen übernehmen dabei die Aufgabe, die die Lagerfeuer bei Dark Souls hatten. Außerdem warten Abkürzungen zwischen verschiedenen Abschnitten der Karte, die sich erst im Spielverlauf offenbaren.

Gestorben wird immer! Ein Bildschirm den Unworthy Spieler vermutlich häufiger zu Gesicht bekommen. Zum Glück geht es danach vom letzten Speicherpunkt weiter.

Grundlegend steht aber vor allem der Kampf im Mittelpunkt. Angreifen, ausweichen, blocken und dabei jederzeit einen Blick auf die eigene Gesundheit und die Ausdauer haben. Dies gilt besonders bei den knackigen Bosskämpfen. Wie in Dark Souls sind diese strukturiert, so dass der Boss plötzlich mit ganz neuen Angriffen überrascht sobald man ihm einen Teil seiner Healthpoints abgezogen hat. Die gesammelten Seelenflammen-Essenzen, mit denen man seine Gesundheit wiederherstellen kann, werden also auf jeden Fall zum Einsatz kommen.

Unworthy fängt den Spieler schnell ein und lässt ihn vollständig in die düstere Atmosphäre eintauchen.

Fazit: Entwickler Aleksandar Kuzmanovic hat es geschafft mit Pixelgrafik, tollen Animationen und sehr ansprechenden Sounds eine kleine Indieperle zu erschaffen, die viel Spielspaß verspricht und jederzeit herausfordernd bleibt! Die Inspiration durch Dark Souls ist natürlich unverkennbar und macht für mich sogar den Reiz dieses Spiels aus. Unworthy ist ein schöner Mix aus Schwarz und Grautönen geworden, bei dem nur das rote Blut der Gegner etwas Farbe ins Spiel bringt. Definitiv eine Empfehlung!

Mehr zum Spiel: Homepage | Steam

 

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Autor: Piet 136 Beiträge
Liebt Indiegames ★ Spielt selten ein Spiel bis zum Ende durch ★ Kaffee- und Musikjunkie ★ Bart- und Basecap-Träger ★ Macht Sachen im Internet ★ Baujahr 83