Isolania – Dystopische Erzählung in einer Isolationszelle

Nur Isolation bringt die Erlösung! Werde dabei aber nicht verrückt!

Isolania ist das erste Spiel von Soloentwickler Brent Johnson II alias Sunamii, der seinen Debüttitel am 14. Juli 2022 auf Steam und Itch.io veröffentlicht hat. Obwohl er parallel bereits an einem neuen Spiel namens The Horror of Oz arbeitet, erhält Isolania weiterhin kleine Updates und Bugfixes durch den Entwickler. Da sich das Spiel beim ersten Anzocken ziemlich interessant präsentierte, aber auf Steam noch unter dem Radar fliegt, möchten wir es hier einfach mal kurz vorstellen.

Isolania von Soloentwickler Sunamii ist am 14. Juli auf Steam veröffentlicht worden

Worum geht es in Isolania?

Isolania ist eine interaktive Erzählung mit Zeitmanagement, die laut Entwickler von der postapokalyptischen Silo-Reihe des amerikanischen Schriftstellers Hugh Howey sowie vom Indie-Psycho-Horror Spiel Menagerie II: Presentable Liberty von Robert Brock inspiriert wurde. Isolania spielt in einer dystopischen Zukunft, in der eine Seuche namens „The Sadness“ die Zivilisation verwüstet hat. Aus der Asche hat sich eine mysteriöse Gesellschaft erhoben, die entschieden hat, dass der einzige Weg, die Menschen zu schützen darin besteht, sie in Einzelzellen einzusperren.

Im Spiel schlüpft man in die Rolle eines Mannes, der sich plötzlich in solch einer Einzelzelle wiederfindet und fortan nur noch als Podder 737 bezeichnet wird. Ihm wird ständig mitgeteilt, dass die Welt außerhalb seiner Zelle bröckelt und die Isolation und das strenge Befolgen aller Regeln und Vorschriften von Isolania die einzige Möglichkeit ist, nicht der Seuche zum Opfer.

Isoliert und unter Beobachtung eingesperrt in der Zelle, muss Podder 737 nun täglich seine Aufgaben erledigen und sorgfältig Zeit und Ressourcen verwalten, um nicht Wahnsinnig zu werden. Außerdem muss er dabei vorsichtig nach Hinweisen suchen, um herauszufinden, was wirklich mit ihm und den anderen Insassen von Isolania passiert.

Isolania spielt in einer kleinen Isolationszelle, in der schnell eine beklemmende Stimmung entsteht.

Der Tagesablauf in der Isolationszelle

Der Podder muss sich jeden Tag um seine Körperhygiene, seine Blase, Hunger und Durst und seine geistige Gesundheit kümmern. Um 7 Uhr morgens muss er auf einer eingezeichneten Fläche neben seinem Bett stehen, damit er durch eine Überwachungskamera gescannt werden kann. Obendrein sind Liegestütze vorgeschrieben, um fit zu bleiben und einer Arbeit nachgehen zu dürfen. Den Gehaltsscheck kann er dann am Bildschirm einer Life Station verjubeln, die in seine Zelle integriert ist.

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An dieser Station kann er zum Beispiel in einem Onlineshop einkaufen, Radio hören, bei der Lotterie mitmachen oder Arcade-Spiele spielen. Durch eine Durchreiche wird der Podder mit Post und Essen versorgt, während er immer wieder daran erinnert wird, dass er zu den gesegneten Menschen gehört, die in der Sicherheit der Mauern von Isolania leben und Milliarden Menschen außerhalb nicht die gleiche Gnade zuteilwird.

Im Onlineshop von Isolania kann man sein hart verdientes Geld gegen Produkte für das Proletariat eintauschen. 

Die Geschichte des Spiels schreitet langsam voran und laut Entwickler kann die Spielzeit 10-15 Stunden betragen. Sein Ziel, mit Isolania ein Spiel zu erschaffen, das ein intensives Gefühl der Isolation hervorruft ist dem jungen Entwickler auf jeden Fall gelungen. Ich bin bis zum 4. Tag gekommen bevor das Leben in der Zelle wirklich enorm beklemmend wurde.

Isolania ist für knapp 4 Euro auf Steam zu haben und dürfte mit größerem Bekanntheitsgrad garantiert noch ein paar Fans finden, die sich der mentalen Herausforderung in der Einzelzelle stellen wollen. Warum zu Beginn des Spiels die deutsche Nationalhymne abgespielt wird, bleibt vorerst noch das Geheimnis des Entwicklers.

Mehr zum Spiel: Steam

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Autor: Piet 503 Beiträge
Piet liebt Indiegames und Pixelart, spielt aber viel zu selten ein Spiel bis zum Ende durch. Der 38-jährige Bart- und Basecap-Träger macht beruflich Sachen im Internet und ist dort auch gerne als Spielescout, Kreativberater und Troubleshooter unterwegs, wenn er nicht gerade an einem Beitrag für Indiegames Inside schreibt.